SV Sandhausen verliert gegen den Hamburger SV mit Null zu Drei

Titz bleibt bei seinem System und gewinnt

Bis dato wurden Christian Titz in der Regionalliga, in der Bundesliga und in der 2. Bundesliga gesagt, dass er sein System ändern müsse, weil er so keine Chance hätte. Die U21 führte mit großem Abstand die Regionalliga an, in der Bundesliga gewann er vier Spiele, spielte ein Mal unentschieden und verlor drei Spiele. Und in der 2. Bundesliga wird er zeigen, dass dieses System, das alle Mannschaften beim Hamburger SV spielen, sehr wohl erfolgreich ist.

Der Hamburger SV macht die Tore, die gegen Kiel liegengelassen wurden

Der HSV führte zur Halbzeit mit 2 zu 0 und hatte drei Mal aufs Tor geschossen. Das nennt man effektiv und fehlte gegen Holstein Kiel, sonst wäre das Spiel auch ganz anders ausgegangen. Aber es sind erst zwei Spiele gespielt, der Hamburger SV hat gezeigt, dass sie sehr wohl in der 2. Liga angekommen sind. Haben keinen Zweikampf gescheut, sind sehr robust in diese gegangen und konnten die meisten für sich gewinnen. Jeder Spieler ging den Bällen hinterher und half seinem Nebenmann.

Rick van Drongelen, Hamburger SV, Saison 2018/2019, ©HSV Fanin 2018

Rick van Drongelen, Hamburger SV, Saison 2018/2019, ©HSV Fanin 2018

Mehrere Systeme zermürbten Sandhausen

Von hinten heraus wurde mit Ballbesitz gespielt und meistens flach. Griffen die Sandhausener früh an, pressten mit zwei oder drei Männern, dann wurde die erste Pressingreihe überspielt, weil es im Mittelfeld Räume gab, die dann von den schnellen Spielern genutzt wurden. Sandhausen wurde auch immer mal wieder früh angegriffen und das Pressing funktionierte so gut, dass sich daraus zwei Tore ergaben. Die Mannschaft hielt dagegen und zeigte, die einstudierten Mechanismen, die wunderbar, wie in der ersten Hälfte gegen Holstein Kiel funktionierten.

Janjicic, van Drongelen und Narey die Gewinner

Janjicic war für mich schon der Gewinner der Vorbereitung und hat einen großen Sprung gemacht. Er hat eine ganz andere Körpersprache, nimmt die Zweikämpfe an, ist immer anspielbar und befreite sich immer mal wieder mit einem kurzen Dribbling, um dann die freien Spieler anzuspielen und das mit 19 Jahren. Daraus entstand die eine oder andere Gefahr beim Gegner. Van Drongelen ist der Fels in der Brandung und lässt in der Abwehr nichts zu. Mit seinen 19 Jahren ist er sehr abgeklärt. Narey hat zwei Geschenke angenommen und dieses Mal getroffen. Das wird ihm hoffentlich Selbstvertrauen geben, sodass er häufiger trifft und Torchancen wie gegen Kiel das nächste Mal trifft. Die Gewinner sind zwei Mal 19 Jahre und ein Mal 23 Jahre.

Vasilije Janjicic, Hamburger SV, Saison 2018/2019, ©HSV Fanin 2018

Vasilije Janjicic, Hamburger SV, Saison 2018/2019, ©HSV Fanin 2018

Jairo, Lasogga und Sakai brauchen noch Zeit

Jairo deutet immer wieder an, was für ein guter Fußballer er ist, aber er braucht noch Zeit, um sich seine Sicherheit zurückzuholen. Dann wird er eine Waffe sein. Lasogga hat vorne viel gearbeitet und war bei beiden Pressingaktionen beteiligt, wodurch die Fehler von Sandhausen provoziert wurden, ansonsten war er unglücklich unterwegs. Sein Kopfballtor war leider aus einer Abseitsposition, seine Chance nutzte er nicht und schoss den Torwart an, ansonsten stand er nicht an der richtigen Stelle. Sakai hat sich anfangs zwei Mal dilettantisch den Ball abnehmen lassen, hatte zwei, drei Fehlpässe drinnen, fing sich dann zwar, aber spielte nicht so souverän, wie er es könnte.

Vagnoman, Pollersbeck und Mangala überzeugen

Vagnoman hat incl. Nachspielzeit zwanzig Minuten gespielt und seine Sache gut gemacht. Er gewann seine Zweikämpfe, war bissig und mutig. Ging, wenn es passte, mit nach vorn. Er strahlte ein sehr gesundes Selbstvertrauen aus, was seine Körpersprache zeigte.

Pollersbeck hielt wieder sehr gut und konnte die wenigen Schüsse aufs Tor mühelos abwehren. Er ist der Spieler mit den meisten Ballkontakten, seine Risikobälle minimierte er und schlug den Ball auch mal lang. Ein sehr sicherer Rückhalt, auf den sich die Defensive verlassen kann.

Mangala bekam vor ein paar Wochen schon Informationen zum Spielsystem des HSV und zeigte in den drei Einheiten bereits, dass er sich positiv einbringen kann. Er spielte sicher mit, gewann einige Zweikämpfe, die sehr wichtig waren und verteilte die Bälle. Es schien, als spielte er in seinem ersten Spiel mehr auf Sicherheit, aber das ist gut und deutet an, was noch von ihm erwartet werden kann.

Julian Pollersbeck, Hamburger SV, Saison 2018/2019 ©HSV Fanin 2018

Julian Pollersbeck, Hamburger SV, Saison 2018/2019 ©HSV Fanin 2018

So hatte sich der Verein und die Fans das gedacht

Die jüngste Mannschaft aller Profimannschaften wird sich einspielen, Selbstbewusstsein tanken, zusammenwachsen und dann gestärkt in die Bundesliga zurückkehren. Denn dann ist mit diesen jungen Spielern, die sich alle noch entwickeln werden, sehr viel möglich. Siehe auch Wiederholt sich die HSV (Erfolgs-)Geschichte?

Fazit

Der Hamburger SV hat hochverdient – auch in dieser Höhe – gewonnen. Es gab in der ersten Halbzeit zwei gute Chancen für Sandhausen, aber sonst wurde kaum was zugelassen. Allerdings ist die Zweikampfquote mit 46% ausbaufähig. Dieses Spiel sollte der Mannschaft Selbstvertrauen geben, um weiterhin mutig dieses Spielsystem umzusetzen. Mit Vagnoman hat sich zudem ein hoffnungsvolles Talent gezeigt.

Eure,

HSV Fanin Manon Garcia

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